16.11.2017 20:00

20:00 | PETER-WEISS-HAUS

SCHNIPO SCHRANKE

Foto: Simone Scardovelli

Foto: Simone Scardovelli

Dass in einer Zeit, in der alles Gestörte und Neurotische entweder zu riesigen Fun-Monstern aufgeblasen oder unter den Teppich gekehrt wird, plötzlich diese beiden Songwriterinnen um die Ecke gekommen sind, ist wohl ein Gücksfall. Als vor anderthalb Jahren das Debüt von Daniela Reis und Fritzi Ernst alias Schnipo Schranke herauskam, war man irgendwie irritiert bis begeistert: Dass diese beiden jungen Frauen so derbe Sachen zu so entzückenden Melodien singen. Sie haben nicht locker gelassen und weiter getextet und komponiert. Ihr Debütalbum haben sie in die Welt getragen, ständig Konzerte gespielt, Termine, Termine, Termine. Und währenddessen haben sie noch ein zweites Album produziert. "Stars hängen an der Wand / Ich hänge in den Seilen" heißt es in dem Song "Stars". Das zweite Album hätte auch "Sick" heißen können, denn Schnipo Schranke sind voll gestört und darin sehr ehrlich. Allzeit likebereit, das höchste der Gefühle.

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