

DO 10. - SO 13.05. | STADTHAFEN
Die Helden des Festivals im StadtHafen (FiSH) sind nicht Käpt'n Iglo oder Backfisch Udo, sondern junge Filmemacher aus ganz Deutschland und Russland, die ihre Delikatessen an der Rostocker Kaikante anrichten werden. Und FiSH hält für jeden Geschmack etwas bereit, von der Animation über Dokus und Musikvideos bis zum Kurz- und Kinofilm sind etliche Genres vertreten. Das Institut für neue Medien hat 2012 erstmals ein viertägiges Programm zusammengestellt, um den beliebten Branchentreffs für Filmliebhaber, -macher und -förderer genug Zeit einzuräumen. Entlang des Rostocker Stadthafens werden vier verschiedene Locations zu Kinosälen umfunktioniert: Der M.A.U. Club als langjähriger Partner, dessen Nachbarin, die Bühne 602, das Theater im Stadthafen und in diesem Jahr zum ersten Mal auch der Bunker. In drei Programmfenstern stehen filmische Leckerbissen aus Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland und Russland bereit: Im Mittelpunkt steht der Bundeswettbewerb JUNGER FILM. Aus mehr als 400 Einsendungen haben es 32 Kurzfilme in die Vorauswahl geschafft. Die stellen sich nun dem Urteil des Publikums, das nach jedem Filmblock mitreden und nachfragen darf. Die öffentlichen Diskussionen mit der Jury und den Filmemachern selbst sind eine Besonderheit des FiSH und lassen jedes Jahr mehrere Tausend Besucher in die Hansestadt pilgern. Ein weiteres Programmfenster sind die SehSterne, die sich dem Film aus und über Mecklenburg-Vorpommern widmen. Dass M-V thematisch mehr zu bieten hat als seine DDR-Vergangenheit – die beispielsweise im Eröffnungsfilm "Über das Meer" in bester Krimimanier von der Flucht Erhard Schelters über die Ostsee erzählt – belegen die vielen Musikvideos, die am Samstag ab 21:30 Uhr in der Bühne 602 gezeigt werden. Überhaupt geht es auf dem FiSH 2012 sehr musikalisch zu, so auch im dritten Programmfenster zum diesjährigen Gastland Russland. Im OFF Rossija gibt es als FiSHspecial junge russische Produktionen zu sehen, bevor das Trio Messer Chups aus Sankt Petersburg mit ihrer ganz eigenen Mischung aus Surf, Jazz, Rock'n'Roll und 50er Jahre den M.A.U. Club rocken. Ebenso laut und noch ein bisschen rockiger geht es am Samstag im Bunker zu, der sich ab 18 Uhr ganz dem ostdeutschen Punk in Film und Musik widmet.
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