Die Bilanz für das Ausbildungsjahr 2010 / 2011 fällt insgesamt positiv aus: Am 30. September dieses Jahres waren im Bezirk der Rostocker Arbeitsagentur nur noch 63 junge Leute auf der Suche nach einer passenden Berufsausbildung.
Seit dem 1. Oktober 2010 meldeten sich insgesamt 2.341 Jugendliche bei der Berufsberatung der Arbeitsagentur, um Unterstützung bei der Lehrstellensuche zu erhalten. Das waren 366 (-13,5 Prozent) weniger, als im vorangegangenen Berichtszeitraum. 1.552 der gemeldeten Bewerber konnten eine Berufsausbildung aufnehmen, 459 junge Menschen meldeten sich aus der Betreuung ab, ohne Gründe zu benennen. „Der Rückgang unserer Bewerberzahlen ist zum überwiegenden Teil dem demografischen Wandel geschuldet“, erläutert Christoph Möller, Leiter der Rostocker Arbeitsagentur. „Daneben beobachtet unsere Berufsberatung auch immer häufiger, dass Schüler mit mittlerem Leistungsniveau höhere Schulabschlüsse anstreben.“
Seit Oktober 2010 meldeten die Unternehmen und Einrichtungen in der Region insgesamt 3.447 Ausbildungsstellen, davon waren 3.048 betriebliche Lehrstellen. Der Leiter der Rostocker Arbeitsagentur freut sich besonders über das Plus von 231 bei den betrieblichen Ausbildungsplätzen (+8,2 Prozent): „Die Betriebe erkennen sehr deutlich, dass sie selbst für ihren Fachkräftenachwuchs sorgen müssen und bemühen sich zunehmend um geeignete Azubis. Rein rechnerisch standen jedem Jugendlichen 1,47 Ausbildungsstellen zur Verfügung – eine komfortable Situation aus Bewerbersicht.“ Die meisten Ausbildungsstellen gab es für Berufe aus dem Hotel- und Gaststättengewerbe, dem Handel, in kaufmännischen Berufen, der Logistik und für Mechatroniker. Allein für Köche wurden 281 freie Lehrstellen gemeldet.
Zum Ende des Berichtsjahres konnten für 338 gemeldete Ausbildungsstellen keine geeigneten Bewerber gefunden werden. „Diese Menge an unbesetzten Lehrstellen hat es in unserem Agenturbezirk noch nicht gegeben“, resümiert der Agenturleiter. „Manche Betriebe haben selbst dann Schwierigkeiten einen Lehrling zu finden, wenn sie einige Abstriche von den bisherigen Anforderungen machen. Aber auch dafür gibt es natürlich Grenzen.“ Möller richtet ein eindeutiges Signal an die jungen Leute, die im nächsten und auch im übernächsten Jahr eine Ausbildung anstreben: „Gute Leistungen in der Schule und die rechtzeitige Beschäftigung mit den eigenen beruflichen Perspektiven sind immer noch wichtige Voraussetzungen, um später im jeweils gewünschten Job auch arbeiten zu können.“
Wer noch in diesem Jahr mit der Ausbildung beginnen möchte, für den führt die Arbeitsagentur zusammen mit den örtlichen Kammern am 14. November eine Nachvermittlungsaktion durch. Terminvereinbarungen sind möglich unter 01801 555 111* oder unter Rostock@arbeitsagentur.de.
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