

Die positive Entwicklung am Rostocker Arbeitsmarkt setzt sich insgesamt fort. „In unserer Region sank die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahresmonat um 4,4 Prozent“, erläutert Christoph Möller, Leiter der Arbeitsagentur. „Damit sind 1.501 Menschen weniger arbeitslos als im Januar 2011.“ Zwar sei die Arbeitslosigkeit im Zuge der Winterpause gestiegen. Dem gegenüber wären im ersten Jahresmonat jedoch auch 977 freie Arbeitsstellen gemeldet worden, so Möller weiter.
Von Arbeitslosigkeit waren im Januar 2012 insgesamt 32.394 Personen betroffen - im Vergleich zum Vormonat 4.204 Menschen mehr. Im gleichen Zeitraum stieg die Arbeitslosenquote um 1,7 Punkte auf 13,4 Prozent.
„Der Januar ist traditionell der Monat mit der höchsten saisonbedingten Arbeitslosigkeit“, begründet Möller den aktuellen Anstieg. Zu Jahresbeginn meldeten sich 9.290 Menschen arbeitslos. Das waren 1.442 Menschen weniger als vor zwölf Monaten.
Im Rechtskreis SGB III waren 10.105 Personen arbeitslos. Das sind 2.351 mehr als im Vormonat, aber 750 Menschen weniger als im Januar 2011. Die anteilige SGB III-Arbeitslosenquote lag bei 4,2 Prozent. Im Rechtskreis SGB II gab es 22.289 Arbeitslose. Das ist eine Steigerung von 1.853 im Unterschied zum Vormonat. Im Vorjahresvergleich waren dort 751 Personen weniger ohne Arbeit. Die anteilige SGB II-Arbeitslosenquote betrug 9,2 Prozent. Insgesamt meldeten sich genau 5.300 Personen aus der Arbeitslosigkeit ab.
Im Januar befanden sich 2.439 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur Rostock. Das sind 538 Arbeitsplätze (+ 28,3 Prozent) mehr als vor zwölf Monaten. Allein im abgelaufenen Monat gab es einen Zuwachs von 977 Stellen. Die hohe Zahl der zu besetzenden Stellen ist für den Agenturchef ein Beleg für den intakten regionalen Arbeitsmarkt. „So konnten 848 Stellen erfolgreich besetzt werden“, erläutert Möller. Wie im Vormonat wären die meisten freien Stellen von Zeitarbeitsfirmen (216), aus dem Gastgewerbe (207) und aus dem Gesundheitswesen (141) gemeldet worden. „Auf diese Zahlen reagieren wir ganz aktuell, in dem wir beispielsweise im Berufsinformationszentrum Arbeitsplatzbörsen wie den Zukunftsmarkt Gesundheit durchführten. Bereits jetzt setzt auch schon die Suche nach Arbeitskräften in saisonalen Berufen, wie der Hotellerie ein.“
Nach wie vor existiert ein großer Kräftebedarf in Call Centern und bei Pflegedienstleistern in der Region. Auch für Maler, Tischler und Maurer gibt es gute Arbeitsaussichten. Das gleiche trifft auf die Transportbranche zu. Hier werden Berufskraftfahrer gesucht. Im Bereich der Akademiker ist der Bedarf an Informatikern und Maschinenbauingenieuren hoch.
Der Leiter der Rostocker Arbeitsagentur betont, wie wichtig eine gute berufliche Qualifikation ist. Im Agenturbezirk Rostock sind insgesamt 6.326 gering qualifizierte Personen arbeitslos. 3.545 davon sind allein in der Hansestadt ohne Beschäftigung. Das ist fast identisch mit der Vorjahreszahl von 3.529. Dem gegenüber nahm die Zahl der Arbeitslosen mit Berufsabschluss zum Vorjahresmonat um 1.094 und die Zahl der arbeitslosen Akademiker um 6,5 Prozent ab. Eine ähnliche Tendenz zeigt sich auch im Landkreis Rostock.
In der Hansestadt Rostock waren im Januar 2012 insgesamt 14.223 Menschen arbeitslos, 1.141 weniger als vor einem Jahr. Die Januarquote liegt bei 13,9 Prozent (Januar 2011: 15,0).
Die Quote im Landkreis Rostock lag bei 11,6 Prozent (Januar 2011: 12,0). Hier wurden 12.979 Arbeitslose gezählt, 795 weniger als im Januar 2011.
Im Landkreis Vorpommern-Rügen sind 20.708 Personen ohne Arbeit gemeldet. Das sind 55 Personen weniger als vor zwölf Monaten. Die Quote beträgt dort aktuell 17,7 Prozent (Januar 2011: 17,4).
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